Schuelerin naeht Atemschutzmasken

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Lea Heidemann, früher Schülerin unserer Schule, ist heute Operationstechnische Assistentin im Mathildenhospital Herford. Schon in der 5. Klasse engagierte sie sich am Infostand für unsere Partnerschule im Norden Tansanias. Im Januar diesen Jahres bereiste sie das wunderschöne Land, welches einen nachdrücklichen Eindruck bei ihr hinterließ.
Nachdem Lea ein kurzes Praktikum in einem tansanischen Hospital absolviert hatte, stattete sie auch unserer Partnerschule, der Ilkidinga Secondary School, einen Besuch ab. Die Situation dort ist alles andere als mit unserer Schule vergleichbar! So laufen fast alle Schüler mehrere Kilometer täglich, um Bildung zu erlangen. Die Ausstattung der Schule ist schlecht, Eltern sind verpflichtet beim Bau der Räume zu helfen. Es fehlt am Nötigsten und oft haben die Kinder einen leeren Bauch beim Lernen. Kaum vorstellbar für uns!
Die Idee der Schule zu helfen kam Lea schnell: Atemschutz-Maskenproduktion!  Die werden derzeit überall gebraucht. Da sie arbeiten musste, holte sie Unterstützer dazu: Aus ihrer Familie halfen Mutter Sabine Heidemann, derzeit Pflegschaftsvorsitzende der 9d, und ihre Tante, Elke Heidemann. Ihre Schwester, Sina Heidemann sowie ihr Partner Sebastian Kroll, beides ebenso ehemalige Schüler der RSE! Tatkräftige Unterstützung kam auch aus unserem Kollegium: Textillehrerin Marion Holwas nähte so manchen Abend an der häuslichen Nähmaschine.
Alle spendeten den Erlös aus dem Maskenverkauf, der 1300Euro einbrachte!! Nun heißt es das Geld erst einmal auf das schuleigene Tansania-Konto zu überweisen. Mal sehen, wann die nächste Reise dorthin stattfinden kann. Ob neue Tafeln, Krankenzimmerausstattung, Mobiliar oder Bücher von dem Geld gekauft werden, wird vor Ort entschieden. Der Wunschzettel der Schule dürfte lang sein.
(Anke Hippe-Schuster)